Die Zahl 11.600 wirkt abstrakt, bis man sie in ihre eigentliche Bedeutung übersetzt: 11.600 Haushalte im Kanton Zürich, die nach dem Unwetter vom 28. August mit einem beschädigten Dach, einem zerbrochenen Dachfenster, einer beschädigten Fassade oder von Hagel durchlöcherten Storen zurückblieben. Die Gebäudeversicherung GVZ schätzt den Gesamtschaden auf rund 200 Millionen Franken - Tendenz weiter steigend, da viele Eigentümerinnen und Eigentümer erst jetzt, Tage später, Schäden bemerken, die zunächst nicht sichtbar waren.
Hinter jeder dieser 11.600 Meldungen steht in diesem Moment jemand, der eine Fachperson für die Reparatur sucht.
Eine seltene Saison - für wer gefunden wird
Für Bau-, Fassaden- und Storenbetriebe stellt sich diese Auftragslage selten in dieser Grössenordnung ein. Was sich sonst über mehrere Monate verteilt, trifft nun geballt ein. Das eigentliche Problem ist nicht ein Mangel an Arbeit - das Problem ist, dass Dutzende Betriebe gleichzeitig dieselbe Chance erhalten, und der Auftrag an denjenigen geht, den der Kunde zuerst findet.
Eine Prüfung, die niemand bemerkt
Eine Eigentümerin mit beschädigtem Dach sucht bei Google nach "Fassade Reparatur Hagelschaden" oder "Dach undicht nach Sturm". Zunehmend wird auch direkt eine KI-Anwendung gefragt: "Wer übernimmt in der Region Zürich dringende Dachreparaturen nach dem Unwetter?" In beiden Fällen erscheint eine Liste von Namen - und fehlt der eigene Betrieb darauf, geht diese Gelegenheit vorüber, ohne dass es überhaupt bemerkt wird.
Das fühlt sich nicht wie ein Verlust an. Es gibt keinen ausgebliebenen Anruf, der daran erinnert. Es gibt lediglich 11.600 Gelegenheiten - und der eigene Betrieb war bei keiner davon sichtbar.
Nicht nur Reparatur, auch Materialverkauf
Ein Schadensausmass dieser Grössenordnung schafft nicht nur Arbeit für ausführende Handwerksbetriebe. Auch Unternehmen, die Dachziegel, Blech, Fassadenpaneele oder Ersatzlamellen für Storen liefern, profitieren - Bauunternehmen und ausführende Betriebe beschaffen Material derzeit in grösseren Mengen und rascher als üblich.
Was sich konkret prüfen lässt
- Ob das Google-Profil aktuelle Öffnungszeiten und eine tatsächlich erreichbare Telefonnummer zeigt
- Ob die Website einen klaren Bereich zu dringenden Reparaturen nach Unwetterschäden enthält
- Ob der Betrieb in der lokalen Suche "in meiner Nähe" erscheint, da Betroffene selten einen Anbieter aus einer anderen Landesregion beauftragen
Sind Sie Teil dieser 11.600, oder für sie unsichtbar?
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